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Komet-Rennrad

 
Mein Trainingsrad für den Winter und unsicheres Wetter. Hier verarbeitete ich zunächst alles, was gut und billig war, bzw. was sich noch im Fundus befand. Das Rad basiert auf einem alten Rennrahmen aus den 70er oder 80 Jahren mit der Aufschrift "Komet". Er ist schwer und stabil, hat allerdings recht formschöne Anlötteile. Unter den Lackresten ist er vollverchromt, der Chrom ist leider schon angegriffen. Dennoch mag ich diesen Zustand, das Rad hat dadurch "Persönlichkeit". Das Motto ist: Wachsen, wachsen, wachsen...

Das Rad baute ich zunächst mit Schrott aus dem Fundus auf und ersetzte dann über drei Jahre hinweg alle Anbauteile. Besonders hervorzuheben wären:

Ein Campagnolo-Record Bremsgriff (Carbon)

Ein Suntour "Accushift" Mountainbike-Schalthebel als umfunktionierter Brems-Schalthebel

Neuerdings eine hohlgeschmiedete Kurbelgarnitur (Shimano Ultegra)

Carbongabel mit Headset-Vorbau (3ttt Mutant)



Mit diesem Rad lege ich ca. 3000 km im Jahr zurück.

 
 

Die aktuelle Konfiguration:

Rahmen: Komet RH 60
Farbe: Verchromt, Lackreste
Gabel: Carbon mit Stahlschaft, Rose-Versand
Schaltwerk: Dura-Ace
Umwerfer: Shimano Dura Ace
Schalthebel: Suntour Accushift/Campagnolo Athena
Kurbelsatz/Pedale: Shimano Dura Ace/Look Keo Sprint
Kettenräder: Shimano Dura ACE/Spezialites T.A. 39/53
Kette: Shimano
Ritzelpaket: Shimano 7-fach 12-21 Zähne
Laufräder: Shimano Dura-Ace Mäntel Grand Prix 4 Season 28mm von Continental
Lenker/Vorbau: 3ttt gekürzt/XTreme
Sattel/Sattelstütze: Selle Italia XLR/X-treme
Bremsen: Fouriers mit Sram Bremshebeln
Erfahrungen bisher:

Nach ca. 15.000 Kilometern bin ich insgesamt sehr zufrieden mit dieser Konstellation. Das Gesamtgewicht liegt trotz Stahlrahmen deutlich unter 10kg.

Die Shimano WH-R 500 Laufräder (die seit ca. 6000km montiert sind)werden in Tests gerne als "zu weich" verschrien; dennoch fahre ich mit Ihnen problemlos einen "30er Schnitt".

Der Suntour Accushift-Schalthebel, der eigentlich aus dem Mountain-Bike-Bereich stammt, läßt sich auch vorzüglich bedienen.

Der Reifen "Ultra Gator Skin" von Continental rollt wunderbar, obwohl er eine Breite von 28mm hat. Ich gebe ihm einen Luftdruck von ca. 8 bar.

Die Bremsen von X-treme würde ich nicht wieder kaufen. Sie passen zwar optisch ans Rad, funktionieren aber längst nicht so gut wie beispielsweise Shimano 105- Bremsen, die vorher montiert waren. Die Rückholfedern sind zu schwach.

Die Nokon Bremszüge "tunen" die Bremsen. Leider klappern sie auch. Daher montiere ich irgendwann das Bremszugset der Dura-Ace, welches auch erheblich günstiger ist.

Der Selle San Marco "Barracuda"-Sattel bricht nach ca. 10.000 km. Jetzt fahre ich ein Modell von Selle Italia...

Den Fahrradcomputer CicloMaster CM423i würde ich nicht wieder kaufen. Die Batterien halten nur ca. 10 Monate. Daher ersetzte ich ihn durch ein Modell ohne Funk.

Die Laufräder Shimano WH-RS 20 fahre ich seit ca. 14.000km. Insgesamt halte ich die Shimano-Laufräder für sehr empfehlenswert.

 

Die Änderungen der letzten Jahre:

2005
Gabel: Carbon mit Aluschaft
Vorbau: 3TTT Mutant
Laufräder: Shimano WH-R 500
Zahnkranz: Shimano Hyperglide 7-Fach
Kette: Rohloff SLT 99
2006
Kurbel: Ultegra mit Octalink-Innenlager
Computer: Ciclomaster
2007
Umwerfer: Shimano 105 (schwarz)
Sattel: Selle Italia SLR (180 gr.)
Hintere Bremse: Rückbau auf Shimano 600 mit aktuellen Dura-Ace/Ultegra-Bremsklötzen.
2008
Bremshebel: Getauscht auf Tektro infolge eines Unfalls.
Vordere Bremse: Rückbau auf Shimano 600 mit aktuellen Dura-Ace/Ultegra-Bremsklötzen.
Hineres Laufrad: Eine Speiche ersetzt (Speichenbruch), ebenfalls Folge des Sturzes.
Computer: VDO C1
Schaltung: Rückbau auf Shimano Exage 300 EX. Diese Schaltung wurde mit kugelgelagerten und durchbrochenen Schaltungsrädern von einer alten Suntour-Schaltung sowie Innensechskantschrauben einer Deore-Schaltung und der Plakette eines Rolls-Sattels von Selle San Marco getunt.
Tausch des Umwerfers durch Dura-Ace 7/8-fach, da der montierte Umwerfer für die Kette doch etwas schmal ist.
Austausch der Bremshebel durch Ultegra 6403, die natürlich optimal zu den Bremsen passen.
2009
Kassette: Getauscht auf neue Abstufung 12-21 Zähne.
Kettenblätter: Austausch auf Spezialites T.A. 53 Zähne.
Laufräder: Getauscht auf Shimano WH RS 20 aufgrund der guten Erfahrungen
Kette: Shimano Dura-Ace
Pedale: Look Keo Sprint (ohne Abbildung), ca. 200gr. leichter.
Schaltung: Neue Schaltrolle Shimano Megarange.
2010
Kurbelsatz: Der Ultegra-Kurbelsatz wurde durch eine Dura-Ace-Kurbelgarnitur ersetzt.
Bereifung: Die Reifen wurden erneuert auf Continental Grand Prix 4Season 28mm.
Bremse: Die hintere Bremse wurde durch ein älteres, einfacheres aber leichteres Modell von Shimano im gleichen Design getauscht.
Bremsklötze: Es wurden etwas neuere durchbrochene Versionen montiert.
2011
Die geplanten Änderungen für 2011:
Laufräder: Die Laufräder werden wieder mal durch etwas bessere Räder ersetzt, weil die alten ja nun auch schon wieder einige Kilometer genommen haben. Der alte Laufradsatz wird an einem der Singlespeed - Räder weiter gefahren.
Bremsen: Ich werde die Fouriers-Bremsen an diesem Rad testen um sie evtl. an einem der nächsten Projekte auch zu verwenden.
Bremshebel: Es werden wieder Carbon-Bremshebel montiert, die etwas leichter sind. Die Shimano 6403 Versionen funktionieren aber momentan auch sehr gut.
Bremszüge: Hier kommt nur das Shimano Dura-Ace-Set in Frage. Testsieger für knapp 10 Euro; was will man mehr?
Vorbau: Der Vorbau von 3T "Mutant" gefällt mir nicht mehr, weil er klobig aussieht und schwer ist. Ich werde ihn durch etwas Schlankeres und Leichteres ersetzen.
 

11.07.2008: Im Bild links sehen Sie die getunte Schaltung. Es handelt sich um ein gebrauchtes, älteres Shimano Exage 300 EX-Schaltwerk. Dieses Schaltwerk passt besser zu den Suntour-Schalthebeln als das vorher montierte Shimano 105 9-fach-Schaltwerk. Ich tunte es mit diversen Teilen anderer Schaltwerke:
  • Die Kunststoff-Abdeckung wurde entfernt.
  • Eine alte Plakette eines Selle San Marco-Sattels wurde aufgeklebt.
  • Die Schaltrollen wurden durch kugelgelagerte, durchbrochene Schaltrollen eines älteren Suntour-Schaltwerks ersetzt.
  • Die originalen Sechskantschrauben wurden durch die Innensechskantschrauben eines alten Shimano Deore-Schaltwerks getauscht.

06.08.2008: Dann machte ich mit dem Rad eine Woche Urlaub in Berlin...
Das Rad mit neuen Laufrädern und neuem Antrieb

22.01.2009: Die Laufräder wurden durch etwas leichtere Versionen ersetzt (Shimano WH-RS 20). Dann ersetzte ich den kompletten Antrieb durch ein etwas kleineres Ritzelpaket. Das große Kettenblatt ist von T.A.; es passt meiner Meinung nach etwas besser zum Rad. Die Kette kommt jetzt wieder von Shimano, denn die Rohloff-Kette ist momentan kaum erhältlich.

09.07.2009: Das Tuning des Schaltwerks geht weiter. Die untere Schaltrolle wurde durch eine Shimano "Megarange" Schaltrolle mit größerem Durchmesser und 14 Zähnen ersetzt. Es soll so sein, dass diese Maßnahme ca. fünf Watt einspart. Leider sind diese Schalträdchen nicht mit Kugel- oder Keramiklagern erhältlich.
am Chiemsee im Chiemgau

16.07.2009: Um mich von den Strapazen des Triathlons in Roth zu erholen, gönnte ich mir einige Genuss-Bergetappen am Chiemsee. Nun weiß ich aus eigener Erfahrung, dass das 21er Ritzel für 18-prozentige Steigungen nicht die optimale Wahl ist... aber ich bin so eben noch rauf gekommen.

22.10.2010: Die Veränderungen im Jahr 2010:
  • Die hintere Bremse wurde durch ein etwas älteres Shimano-Modell ohne Bremskraftverstärkung ersetzt. Jetzt simuliere ich das Campgnolo-System, das auch der Tatsache Rechnung trägt, dass die hintere Bremse nur einen kleinen Teil der Bremsleistung aufbringen muss. Diese Maßnahme spart etwa 50 Gramm ein.
  • Die Mäntel wurde durch aktuelle 28mm breite Versionen des Continental Grandprix-Reifens ersetzt, denn den Ultra Gator Skin gibt es nicht mehr. Die Mäntel sind pro Stück ca. 100 Gramm leichter. Diese Gewicht zählt umso mehr, da die Laufräder ja auch beschleunigt werden wollen...
  • Die Aufnahmen für die Bremsklötze wurde durch durchbrochene Varianten getauscht. Es sieht ein wenig interessanter aus, ist aber nur 10 Gramm leichter.
  • Die Ultegra-Kurbel wurde durch eine Dura-Ace-Kurbel ersetzt, die bei mir ca. ein Jahr in der Kiste lag. Auch diese Tat bringt ca. 50 Gramm
  • Dann brach noch eine Speiche des Hinterrades (Shimano WH-RS-20) nach ca. 12.000km. Dieser Defekt trat lustigerweise beim Ablassen der Luft auf. Sie wurde durch ein baugleiches Modell ersetzt.

Continental Grandprix 4Season Kurbel Dura Ace Octalink Bremse Shimano 600

13.03.2011: Die Veränderungen im Jahr 2011:

Das Rad mit veränderter Ausstattung

  • Die Laufräder ersetzte ich durch die Durace C24 Laufräder von Shimano, die ich sehr günstig bekommen konnte.
  • Die Bremsanlage wurde durch die Kombination aus Fouriers-Bremskörpern mit SRAM S900 Bremshebeln ersetzt. Dann montierte ich noch Dura-Ace Bremszüge.
  • Dann verbaute ich Fouriers-Schnellspanner, die ca. 44 gr. wiegen.
  • Der 3TT Mutant-Vorbau wurde durch ein etwas kürzeres, schlichteres und vor allem leichteres Modell von XTreme ersetzt.
  • Die getunte Schaltung arbeitete in der letzten Zeit etwas unzuverlässig. Ich montierte ein Dura-Ace 7-fach Schaltwerk.
  • Dazu gab es noch eine neue Kette. Man sieht jetzt den Vorteil des 7-fach-Systems im Training: Nach ca. 14.000km läuft eine neue Kette mit kurzer Eingewöhnung problemlos, ohne Ritzel oder Kettenblätter zu wechseln. Das wäre bei 10-fach-Systemen nicht möglich.

Bremskörper Fouriers Schaltwerk Dura-Ace 7402 Vorbau XTreme Laufradsatz Shimano Dura-Ace W24