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Workshop zum Einspeichen eines Laufrades

 

Hier beschreibe ich das Einspeichen eines klassischen Laufrades mit Nabenschaltung und 26 Zoll-Felge in dreifach gekreuzter Bauweise.

Diese klassische Bauart des Laufrades ist in den letzten Jahren gerade im Rennrad-Bereich immer mehr zurück gegangen und durch Systemlaufräder verdrängt worden. Wer jedoch stabile, reparaturfreundliche Laufräder sucht und vielleicht selbst nicht unbedingt zu den "Fliegengewichten" zählt, ist hiermit gut beraten.

Das Zentrieren und Abdrücken des hier gebauten Laufrades wird in einem der nächsten Workshops beschrieben.

 
Die Nabe

Es handelt sich um eine Sachs "Torpedo"-Nabe mit drei Gängen und 36 Bohrungen für die Speichen.

Die Bauteile

Weitere Bauteile sind eine einfache Schürmann - Aluminiumfelge mit ebenfalls 36 Speichenlöchern sowie 36 Speichen und Nippel des Herstellers DT Swiss. Zu beachten ist, das die Speichen der Kettenseite zwei Millimeter kürzer als die der Gegenseite sind. Zur Ermittlung der passenden Speichenlänge gibt es hier einen Speichenrechner.

Zur Felge

Zu beachten ist, dass die Bohrungen für die Speichen etwas versetzt angeordnet sind. Die Speichen richten sich hier später zum jeweiligen Nabenflansch aus. Beachten Sie diese Ausrichtung, um ein "Abknicken" der Speichen zu vermeiden.

Schritt 1:

Stecken Sie die 18 kürzeren Speichen wechselseitig in den Flansch der Kettenseite. Verbiegen Sie die Speichen dabei nicht.

Schritt 2:

Ein entscheidender Schritt: Sie "vernippeln" das erste Speichenpaar in der Felge. Sehen Sie sich dazu auch die folgenden beiden Abbildungen an.

zu Schritt 2:

Zwischen den zu wählenden Speichen bleiben vier Speichen vorerst unbenutzt. Die Speichen wurden, wie Sie sehen von verschiedenen Seiten in den Flansch gesteckt.

zu Schritt 2:

Sie legen die beiden Speichen so übereinander, dass die nabeninnere Speiche über die äußere Speiche geführt wird. Damit "verflechten" Sie die Speichen; das Laufrad wird später stabiler sein. Vernippeln Sie das Speichenpaar in zwei benachbarten Bohrungen der Felge, die zum kettenseitigen Flansch der Nabe zeigen.

Es empfiehlt sich, direkt neben dem Ventilloch zu beginnen, um die Zugänglichkeit für die Lufpumpe zu erhöhen.

Schritt 3:

Montieren Sie weiter Speichenpaare wie oben beschrieben entgegen dem Uhrzeigersinn. Verschrauben Sie die Speichennippel nur leicht.

zu Schritt 3:

Sie sehen vier montierte Speichenpaare der Kettenseite. Zwischen den Speichen (in der Felge) ist jeweils eine Bohrung frei.

zu Schritt 3:

Die Kettenseite ist komplett.

Schritt 4:

Jetzt zur Gegenseite: Stecken Sie die ersten neun Speichen wie abgebildet in den Flansch.

Schritt 5:

Nun müssen die Speichen durch die bereits montierten Speichen auf die richtige Seite gebracht werden; eine etwas schwierige Arbeit. Versuchen Sie die Speichen dabei nur leicht zu verbiegen.

zu Schritt 5:

Die neun Speichen sind auf der richtigen Seite.

Schritt 6:

Die restlichen neun Speichen sind leichter zu montieren: Stecken Sie sie einfach wie abgebildet in den Flansch.

Schritt 7:

Das erste Speichenpaar wird in der Felge vernippelt. Beachten Sie, dass die Speichen im Montagezustand ungefähr gleich lang sein müssen. Wenn das nicht der Fall ist, versuchen Sie es weiter links oder rechts in der Felge. Die Abbildung zeigt eine fehlerhafte Montage: Die eine Speiche ist "zu lang", die andere viel "zu kurz".

zu Schritt 7:

Gehen Sie bei der Montage der restlichen Speichen so vor, wie in Schritt 3 beschrieben. Die Abbildung zeigt das Endergebnis.

zum Ventilloch:

Sie sehen hier, dass die Speichen so montiert wurden, dass das Ventil möglichst zugänglich ist.