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High Noon

 

Hier beschreibe ich Schritt für Schritt den Bau meines Rennrades für den Urlaub von der Planung bis zur Fertigstellung. Ich schreibe allerdings keine Montageanleitungen, da es hierzu genügend Fachliteratur und die Montageanweisungen der Hersteller gibt.

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September 07: Das momentan aktuellste Projekt: Da ich gedenke, auch im Jahr 2008 wieder nach Mallorca zu fliegen, baue ich ein speziell hierauf abgestimmtes Rennrad. Dieses wird natürlich auch wieder möglichst individuell aufgebaut.

Die technische Anforderungsliste:

  • Es sollte robust sein.
  • Im Pannenfall muss es die Ersatzteile auch im Ausland geben.
  • Da ich im Frühjahr üblicherweise nicht sehr fit bin, kommt ein Kompakt-Kurbelsatz ans Rad.
  • Es muss in den (schon vorhandenen) Radkoffer passen und sich daher problemlos montieren und demontieren lassen. Hierzu sollte möglichst wenig Werkzeug nötig sein.
  • Der Preis sollte im Rahmen bleiben.
  • Natürlich muss es auch wieder individuell aussehen.
Aufgrund dieser Anforderungsliste erwarb ich bereits einen günstigen Rahmen (Astro) mit Carbongabel (Aluschaft) und Steuersatz im Internet zum Neupreis von ca. 190 Euro.

Astro ist einer der weltweit größten Rahmenhersteller aus Taiwan neben Kinesis. Astro fertigt seit ca. drei Jahren unter anderem die Rahmen für Scott.

 
 

Die aktuelle Konfiguration:

Rahmen: Rennrahmen Astro RH 58
Farbe: Aluminium gebürstet und klarlackiert
Gabel: Carbon Aluschaft
Schaltwerk: Shimano Ultegra SL
Umwerfer: Shimano Ultegra SL
Schalthebel: Shimano Ultegra SL
Kurbelsatz/Pedale: Shimano Ultegra SL Kompakt
Kettenräder: Shimano Ultegra SL/FSA (34/52)
Kette: Shimano Ultegra SL
Ritzelpaket: Shimano Ultegra SL
Laufräder: Aero Wheels, Rose-Versand mit Continental Grand Prix, 24mm
Lenker/Vorbau: Rose Compact/unbekannt
Sattel/Sattelstütze: Selle Italia SLR XP 180 gr./Reverse Comp
Bremshebel: Shimano Ultegra SL
Bremsen: Shimano Ultegra SL
Pedale: Look Keo Sprint Rot
Computer: Garmin Edge 800
Besonderheiten: Bremszüge/Schaltzüge Alligator I-Link

Brooks Lenkerband

 

 

Dieser Rahmen wird in den nächsten Monaten wahrscheinlich mit einer Shimano Ultegra SL-Gruppe sowie mit Shimanos neuen WH-RS 20-Laufrädern aufgebaut. Dann kommen vermutlich 28mm breite Pneus ans Rad.

18.09.2007: Auf den nächsten Bildern sehen Sie die ersten montierten Teile. Ich entschied mich für einen Ritchey-Vorbau und -Lenker, da diese Teile erfahrungsgemäß problemlos sind, sowie für eine X-Treme Sattelstütze vom Rose-Versand. Sie hat zwei Vorzüge: Einerseits ist sie verhältnismaßig leicht und kann noch gekürzt werden, andererseits ist die Oberfläche eher rauh. Somit reduzieren sich die Klemmkräfte der Sattelklemmung (max. 6 Nm).

Das Rad wurde im Western-Style aufgemacht, daher nenne ich es nach einem Western-Klassiker "High-Noon" (siehe Detail-Bilder). Die Applikationen bestehen aus einer 9mm-Patrone, welche ich zersägte, aus einem Sheriff-Stern und einer Deputy-Plakette.

   

25.09.2007: Das Rad wurde um einen Sattel von Selle Italia, um zwei Flaschenhalter (X-treme) sowie um weitere Verzierungen ergänzt.

04.10.2007: Ich erwarb in der "Bucht" günstige Nokon-Bremszüge in Silber in der Hoffnung, dass sich in Kombination mit dem sonstigen Finish des Rades eine interessante optische Kombination ergibt.
Und somit ist, wie bei jedem Radaufbau, der Punkt erreicht, an dem der weitere Baufortschritt ins Geld geht. In diesem Fall bedeutet das, dass die Komponenten und die Laufräder bezahlt werden müssen.

22.11.2007: Die Shimano Ultegra SL - Gruppe wurde vormontiert (siehe Abbildung unten). Das Schöne ist, dass die Teile und der Rahmen bisher keiner Nacharbeit bedurften. Die Montage der Gruppe gestaltete sich einfacher als die Montage der älteren Gruppen. Die Gruppe steht dem Rahmen, wie ich finde, ausgezeichnet.

Es fehlen somit nur noch die Laufräder. Hier werde ich wahrscheinlich günstige Exemplare von Shimano (WH-RS20) oder Mavic (Aksium) montieren. Ich versuche, die Schaltzüge, wie bei Campagnolo üblich, mittels Nokon-Schaltzügen an den Lenker zu legen. Dieser wird dann mit Brooks-Lenkerband gewickelt.

01.12.2007: Ich habe mich dann doch für die Aero-Wheels vom Rose-Versand entschieden, da ich sie im Lagerverkauf recht günstig bekam. Mit den montierten Continental "Ultra Gator Skin" Mänteln in der Größe 28mm wird der Freiraum zur hinteren Bremse recht knapp, es funktioniert aber gerade noch. Dieses Problem löse ich wahrscheinlich mit einer Abstandsscheibe.

28.12.2007: Das Rad ist fast fertig. Die Schalt- und Bremszüge sind von Alligator, Sie sollen leichter sein als die von Nokon und sie lassen sich auch meiner Meinung nach leichter montieren. Ich entschied mich gegen die Verlegung der Schaltzüge am Lenker, weil diese Variante wartungsunfreundlicher ist. Das Reifenproblem löste ich durch die Montage etwas schmalerer Reifen (Continental Grand Prix 4000). Diese Reifen "bauen" nicht ganz so hoch, was den Abstand zur Bremse vergrößert.

Abschließend montiere ich noch den C1 von VDO (ohne Funk), ein günstiger, ansehnlicher und vor allem problemloser Fahrradcomputer

Somit bleiben nur noch Einstellarbeiten, dann wird das Rad probegefahren und in den Radkoffer verpackt.

Die alte Umfrage wird unten durch eine neue Umfrage (siehe unten) ersetzt, da das abschließende Erscheinungsbild des Rades nun beurteilt werden kann...

15.04.2008: Im März trainierte ich mit diesem Rad auf Mallorca und fuhr dort insgesamt ca. 1200 km. Die dort gefahrenen Touren und entstandenen Bilder sehen Sie hier:

Mallorca 2008

15.01.2011: Nach einigen Kilometern und mehreren Urlauben auf Mallorca ersetzte ich das Kettenblatt durch ein Modell von FSA mit 52 Zähnen und 110er Lochkreis um in der Ebene "drauftreten" zu können. Dieses Kettenblatt ist eigentlich für die Kombination "36/52" vorgesehen. Es funktioniert aber auch so. Jetzt kann ich also den "Puig" und "Sa Calobra" wie immer fahren und muss mir in der Ebene nicht die Seele aus dem Leib kurbeln. Die Mäntel wurden durch den Grand Prix von Continental in 24mm Breite ersetzt, weil der alte Reifen bei Regen an der hinteren Bremse schabte.

Das Rad mit FSA-Kettenblatt

20.11.2011: Der "Goldrausch" geht in die nächste Phase. Das Rad bekam einen anodisierten Vorbau und eine ebensolche Sattelstütze. Dann wurden Lederflaschenhalter montiert. Die goldenen Trinkflaschen sind vom Rose-Versand. Das Ziel des Umbaus war aber nicht nur optischer Natur. Ich verkürzte die Sitzposition durch den etwas kürzeren Vorbau und die Sattelstütze ohne nennenswerten Versatz. Der Lenker wurde durch einen "Kompakt-Lenker" ersetzt, welcher weniger Drop und Reach hat.

Die roten Pedalen sind ebenfalls Look Keo Sprint und sehen doch ganz interessant aus. Ich überlege, rote Continetal GP 3000 zu montieren, um das Rad noch spannender zu gestalten...

Das Rad mit FSA-Kettenblatt