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GPS-Workshop

 
Ein aktueller Trend ist das Radfahren mit GPS-Gerät sowie das Darstellen und Teilen der gefahrenen Touren mit anderen Sportlern über das Internet. Das Ziel dieses Workshops ist es also, GPS-Daten zu bekommen und diese so aufzubereiten, dass sie in "Google Maps" (und auch anderweitig) grafisch ausgewertet und dargestellt werden können.  
Das Höhenprofil

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Das Gerät: Garmin Forerunner 305
 
Das Ergebnis: Eine gefahrene Route in Google Maps
Anschaffung eines GPS-Empfängers

Zunächst geht es darum, GPS-Daten zu bekommen, die dann aufbereitet werden können. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  1. Man kauft einen sogenannten PDA mit Navigationssystem.

    Diese Möglichkeit ist für Radfahrer relativ uninteressant, da die Akkulaufzeit für eine größere Radtour nicht ausreicht. Es sind zwar schon Ladesysteme für den Nabendynamo in der Entwicklung; für Rennräder und Mountainbikes ist diese Variante leider ungeeignet. Darüber hinaus sind diese Geräte nicht wasserdicht, benötigen aber dennoch einen unbehinderten Kontakt zum Himmel.

  2. Sie kaufen ein reines GPS-Gerät von einem der führenden Hersteller.

    Um es vorwegzunehmen: Die bessere Wahl. Diese Geräte zeichnen die Trainingsdaten von bis zu zwei Jahren auf, haben eine Akkulaufzeit von ca. 10h und bieten noch Zusatzfunktionen wie etwa den Puls und den Kalorienverbrauch. Die neuesten Geräte integrieren einen "Sirf3-Chip", der für einen erheblich verbesserten Empfang auch in Häuserschluchten und unter nassen Blätterdächern sorgt.

Ich selbst verwende den "Forerunner 305" von Garmin. Dieser hat die oben beschriebenen Funktionen und ist sehr angenehm am Handgelenk zu tragen. Er hat das Format einer sehr großen Armbanduhr und stellt die gefahrene Route auch schon auf seinem Display dar. Er bietet zusätzlich noch Puls-, Kalorien- und Trittfrequenzfunktionen.

GPS-Protokoll-Formate

Sie sollten außerdem darauf achten, das das Gerät in einem gängigen Format aufzeichnet. Hier setzen sich die folgenden Formate durch: GPX, KML.

Der Forerunner von Garmin speichert in einem eigenen Format (TCX), da er den Puls mit in sein Protokoll integriert. Dies bietet für die Trainingsauswertung weitere interessante Möglichkeiten.

Dann muss das Gerät eine aktuelle Schnittstelle, am besten eine USB-Schnittstelle haben um die Daten problemlos übertragen zu können. Für ältere Geräte mit einer sriellen Schnittstelle würde ich nur wenig Geld ausgeben, da aktuelle PC's diese Schnittstelle nicht mehr besitzen.

Datenübertragung zum PC

Im zweiten Schritt werden die Daten auf den PC übertragen und ausgewertet. Die herstellereigene Software ist zur Umwandlung der Daten in gägngige Formate oft nur begrenzt geeignet. Daher verwende ich zwei (Freeware-) Programme:

  1. Die Software "Sport-Tracks" ließt die Daten direkt aus dem GPS-Gerät aus und exportiert sie in das GPX-Format
  2. Die Software "GPS-Analyzer" kommt eigentlich aus dem Bereich der Luftfahrt und schreibt sehr schöne Höhenprofile (in 2D und 3D).
Darstellung in Google Maps

Da die GPX-Datei der Route nun vorliegt, geht es im Folgenden um die Darstellung in Google Maps. Hier ist die "Google Maps API" zu programmieren, die gegenwärtig im Beta-Stadium vorliegt.

  1. Sie besorgen sich zunächst einen Google-Account und einen Google Maps-Key. Beides ist kostenlos.
  2. Sie erzeugen Ihre erste Karte mit Hilfe der Dokumentation. Hier ist zu beachten, dass die ersten Beispiele der Doku nicht perfekt im Internet-Explorer dargestellt werden. Sie müssen für die Darstellung weiteren Code einfügen; die Hinweise finden Sie ebenfalls in der Dokumentation. Am einfachsten haben Sie es, wenn Sie sofort das Codebeispiel zur Darstellung von Polylinien in eine eigene HTML-Datei kopieren und mit Ihrem Google Maps-Key ergänzen.
  3. Sie legen das Zentrum des Kartenausschnitts, den Zoom und die Größe des Kartenausschnitts fest. Hier ist es am einfachsten, als Zentrum einen der mittleren Trackpunkte der Route zu wählen.
  4. Die Route selbst ist für das Google Maps Api eine Polylinie, die sich aus den einzelnen Trackpoints zusammensetzt. Diese Trackpoints bekommen Sie aus der GPX-Datei, mit einem kleinen Problem: Es sind sehr viele. Fügen Sie aber zunächst probehalber einige Punkte in die HTML-Datei ein. Sie müssten dann schon eine (allerdings sehr grobe) Route sehen, wenn Sie (unter Punkt 4) den richtigen Zoom und Kartenausschnitt eingestellt haben.
  5. Die GPX-Datei ist auf die zur Dartellung in Google Maps nötigen Daten zu reduzieren. Hier bietet sich die "Ersetzen-Funktion" des Editors und Excel an.
  6. Zum Schluss können Sie noch die "Map-Controls" einbinden.
Beispiele finden Sie unter: Fahrradsucht: Trainings-Runden

Neu: der GPS-Mapper nimmt Ihnen die Arbeit ab!