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Cross-Rennrad von Gazelle

Das Rad für die "kleine Flucht" aus dem Alltag...
 

Januar 08: Hier zeige ich den Neu-Aufbau eines älteren Cross- oder Querfeldein-Rennrades von Gazelle.

Die Bilder zeigen den Ausgangszustand. Es wird vermutlich nur der Rahmen zum Wiederaufbau verwendet, da viele Teile fehlen. Allerdings sind zur Zeit noch ganz interessante Teile montiert, wie zum Beispiel die Mafac-Cantilever-Bremsen, ein Stronglight-Kurbelsatz mit gelochten Kettenblättern sowie ein Vorbau von Philippe.

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Die beiden Bilder auf der linken Seite sind wie viele andere Bilder klickbar. Sie erhalten dann eine größere Ansicht in einem neuen Fenster!
 

Die aktuelle Konfiguration:

Rahmen: Rennrahmen Gazelle Reynolds 531 RH 59
Farbe: Klarlack auf Flugrost
Gabel: Tange Stahl
Schaltwerk: Shimano
Umwerfer: Shimano 600 EX
Schalthebel: Suntour Accushift Plus
Kurbelsatz/Pedale: Shimano Kompakt
Kettenräder: Shimano 34/50
Kette: 7-fach
Ritzelpaket: Shimano 7-fach
Laufräder: Shimano WH R500
Lenker/Vorbau: 3TTT/3TTT
Sattel/Sattelstütze: Selle Italia Flite Titanio/3TTT
Bremshebel: Xtreme
Bremsen: Vorne Xtreme/hinten Point

Diese Zusammenstellung wird im Laufe der nächsten Zeit durch aktuelle Teile ergänzt. Die Gabel sieht zwar kultig aus, sie wird jedoch durch ein aktuelleres Modell (aus Stahl?) ersetzt, da sie aus der Aluminium-Steinzeit stammt. Das Rad soll schließlich gefahren werden.

Februar 08: Das Rad hat eine Trekking-Gabel aus Stahl bekommen. Diese Gabel hat alle wesentlichen Anlötteile, auch die für den Lowrider-Gepäckträger. Das bringt mich auf eine neue Idee: Ich baue aus diesem Rad ein Rennrad für den Wochenend-Trip mit wenig Gepäck. Es wird nur mit den vorderen Packtaschen gefahren, ein hinterer Gepäckträger wird nicht montiert.

Man sieht auf diesem Bild, dass die Gabel den Rahmen etwas anhebt. Die aktuellen Gabeln werden mit einer "Federgabel-Geometrie" gebaut, die den Federweg einer Federgabel ausgleicht. Das Fahrverhalten des Rades wird daher vermutlich etwas träger. Optisch versuche ich, diesen Umstand durch dickere Mäntel und eine stärkere Absenkung des Lenkers zu relativieren.

April 08: Das Bild zeigt das Rad mit abgesenktem und gekürztem Lenker (Die Unterlenkerposition fahre ich extrem selten). Die Bremsgriffe sind ältere Modelle (Shimano 105). Es ist noch ein Shimano Deore DX - Schaltwerk mit langem Käfig montiert; dieses wird durch eine Campagnolo-Schaltung mit kurzem Käfig ersetzt.

Eine Stellprobe mit montierten Bremsen, der Campa-Schaltung und wuchtigeren Laufrädern (Shimano WH-R500) mit Reifen in 28mm Breite. Ähnliche Laufräder werden später auch montiert, wenn möglich mit noch breiteren Reifen.

Man kann hier schon das Einsatzgebiet erkennen: Wochenend-Touren mit wenig Gepäck für ca. drei bis vier Tage. Mal sehen, was sich in den kleinen Packtaschen und optional in einer Lenkertasche unterbringen lässt.

Die Schaltung wird vermutlich mit den (inzwischen seltenen) Suntour Accushift Plus Schalthebeln angesteuert. Diese erlauben es, vom Lenker aus zu schalten. Damit wird dieses Rad ein 7-Fach-Ritzelpaket bekommen, das größte Ritzel hat dann 26 Zähne, um auch mit der "Helden"-Kettenradgarnitur in die Berge fahren zu können.

Mai 08: Das Rad ist fahrbereit. Ich habe dann doch eine Kompakt-Kurbelgarnitur gewählt. Die zweite Änderung betrifft die Schaltung: Das Exemplar von Campagnolo passte nicht zu den Suntour-Schalthebeln, daher ersetzte ich es durch eine ältere Peugeot-Schaltung (Lizenzbau von SR). Die Schaltung bedient auch das 26er Ritzel noch einigermaßen.

Die hintere Bremse wird eventuell durch ein Modell von Suntour ersetzt, welches funktional und farblich besser passen könnte.

Das Rad wurde noch durch einen Computer (VDO C1) und einen BrakeBooster von Magura ergänzt.

Nach längeren Probefahrten werde ich das Rad wieder demontieren, um den Rahmen und die Gabel dann pulverbeschichten zu lassen.

Die erste Tour führte mich dann an der Ruhr entlang durch das schöne Sauerland nach Winterberg:

Die Übersichtskarte: Sie können sie verändern (verschieben, zoomen...).

Die Etappen:
Gesamtlänge
Höhenmeter
Dauer
Tag 1
 
ca. 110 km
ca. 1000 m
ca. 5 h
Tag 2
 
ca. 80 km
ca. 2300 m
ca. 4,5 h

Das Höhenprofil der Tour

  • Rad mit PacktaschenRad mit Packtaschen
  • am Baldeneyseeam Baldeneysee
  • am Hengsteyseeam Hengsteysee
  • am Hengsteyseeam Hengsteysee
  • optimaler Diebstahlschutz im Hotelzimmeroptimaler Diebstahlschutz im Hotelzimmer
  • bei Bödefeldbei Bödefeld
  • Bahnhof WinterbergBahnhof Winterberg
  • AbschlussbierAbschlussbier
 

Die Gepäckliste:

Zwei Garnituren Rennradkleidung, bestehend aus Hose, Trikot, Unterhemd, Socken.
Armlinge, Knielinge, kurze Handschuhe
Thermojacke und Regenjacke
Rennrad-Schuhe mit Look-Delta-System, Schlappen
Eine Garnitur für Abends: Jeans, T-Shirt, Jacke
Shampoo, Zahnbürste...
Werkzeug: Minitool, Schlauch, Reifenheber, Maulschlüssel SW 10 (für die hintere Bremse)
Handy, Digicam
Dieses Gepäck passt in zwei Packtaschen für Lowrider.
Für diese kurze Tour war das Gepäck eher überdimensioniert.

Für längere Touren (5-6 Tage) werde ich

  • die Jeans durch eine leichtere Hose erstzen.
  • ein leichtes Schloss mitnehmen.
  • feste Schuhe einpacken.
Durch die Schuhe kann es erforderlich werden, doch eine Lenkertasche zu montieren.

04.06.08: Doch zurück zum Aufbau des Rades. Das Rad wurde wieder demontiert, dann beizte ich den Rahmen ab und schliff ihn nach. Jetzt hängt er seit ca. zehn Tagen im Freien und korrodiert ein wenig. Wenn der Rost eine schöne, nicht zu starke Struktur gebildet hat, werde ich ihn fixieren und das Rad dann wieder aufbauen; momentan bilden sich aber erst Rostansätze. Das Ziel ist unter Anderem, die Schönheiten des klassischen Rahmens zur Geltung zu bringen ohne sein Alter zu kaschieren. Die Ausfallenden sowie die Muffen sind graviert (teilweise mit Campagnolo-Schriftzügen); das wäre ohne die Entlackung nicht zur Geltung gekommen.

Beim Aufbau des Rades werden weitere Neuteile verwendet, wie zum Beispiel der Vorbau/Lenker, der Steuersatz und die Schaltung, die dann hoffentlich besser zu den Suntour Accushift Schalthebeln passt.

Nach ca. 20 Tagen ist der Rahmen deutlich korrodiert. Es wird Zeit, den Rost zu fixieren.
24.06.08: Der korrodierte Rahmen wurde mit einigen Schichten Klarlack fixiert und mit Aufklebern versehen (unter dem Lack). Das Rad wurde unter Verwendung der Neuteile (Steuersatz, Bremsgriffe, Lenkerband, Schaltung) wieder montiert. Die montierte Schaltung passt ausgezeichnet zu den Suntour-Schalthebeln.

Im Gegensatz zur Abbildung ist ein Flite Titanio von Selle Italia montiert.

...mit Tubus Fly

21.05.09: Es wurde ein hinterer Gepäckträger ergänzt (Tubus Fly 02) um etwas mehr Gepäck mitnehmen zu können.

Das Rad mit Packtaschen...

Das Bild zeigt das Rad mit Packtaschen.

Die zweite Tour führte mich dann von Duisburg über Koblenz, Worms und Baden-Baden nach Strasbourg. Den zusätzlichen Platz in den Packtaschen füllte ich mit einem Laptop (Asus Eee Pc), den schon angesprochenen Schuhen und Nahrungsmitteln.

Die Übersichtskarte: Sie können sie verändern (verschieben, zoomen...).

Die Etappen:
Gesamtlänge
Höhenmeter
Dauer
Tag 1
 
ca. 178 km
ca. 500 m
ca. 8 h
Tag 2
 
ca. 150 km
ca. 1000 m
ca. 7 h
Tag 3
 
ca. 155 km
ca. 1200 m
ca. 7 h
Tag 4
 
ca. 121 km
ca. 1200 m
ca. 5 h
  • Rad mit PacktaschenRad mit Packtaschen
  • am Drachenfelsam Drachenfels
  • am Drachenfelsam Drachenfels
  • keine Tour ohne Latte Macchiattokeine Tour ohne Latte Macchiatto
  • schön ist´s auf dem Land...schön ist´s auf dem Land...
  • bei Scheibenhardbei Scheibenhard
  • kurz vor Strasbourgkurz vor Strasbourg
  • Abschlussbierin Strasbourg